Die finnische Gesellschaft besteht aus verschiedenen Volksstaemmen die sich gross in die Finnen-Ugrier und die Samen (Lappen) unterteilen lassen.
Die staatliche Selbstaendigkeit des "Land der tausend Seen" begann erst mit der Unabhaengigkeitserklaerung des finnischen Landtags am 6. Dezember 1917. Lange Zeit wurde zusaetzlich zur Sowjetunion hin eine mehr oder weniger freiwillige Neutralitaetspolitik verfolgt, wobei die historisch enge Bindung an die nordischen Staaten weiter gepflegt wurde (kritisch als "Finnlandisierung" bezeichnet).
Innerhalb der Reiche, denen Finnland angehoerte, zuerst Schweden bis 1809 und dann Russland bis 1917, hatte Finnland immer einen besonderen, unabhaengigen und selbstbewussten Status.
Zeittafel
Jahr
Ereignis
ab 1. Jh.
Einwanderung der Finnen in das von den Samen bereits besiedelte Gebiet
12. Jh.
Schweden beginnt die Finnen zum Christentum zu bekehren
1284
Finnland wird Teil des schwedischen Reiches (Herzogtum)
1323
Im Frieden von Schluesselburg werden die Ostgrenzen Finnland festgelegt
1495-1595
Russische Angiffe gegen Finnland
1523
Beginn der Reformation
1581
Finnland wird von Koenig Johann III. zum Grossfuerstentum erhoben
1640
Die Universitaet Turku wird gegruendet
1700-1721
Finnland wird im grossen Nordischen Krieg von russischen Truppen besetzt
1809
Schweden muss Finnland an Russland abtreten. Finnland wird innerhalb des russischen Reichs ein eigenes Grossfuerstentum
1880-1912
Die Autonomie Finnlands wird von den Zaren unterdrueckt
1917/12/06
Unabhaengigkeitserklaerung des finnischen Landtags
1918
Buergerkrieg in Finnland
1920
Im Frieden zu Dorpat wird Finnland von Russland als selbstaendiger Staat anerkannt
1921
Die Alandinseln werden vom Voelkerbund Finnland zugesprochen
1939/1940
"Winterkrieg" zwischen Finnalnd und Russland endet mit der Niederlage Finnlands. Dieses muss wichtige Gebiete an Russland abtreten. Beginn der Neutralitaetspolitik Finnlands
1992
Finnland erhaelt innerhalb der WEU einen Beobachterstatus